Allgemeines ĂŒber das Erbrecht

Erbrecht
Informationen fĂŒr Mandanten >> Erbrecht

Das deutsche Erbrecht ist umfassend im 5. Buch des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt, jedoch sind die Regelungen allein aufgrund der Ausdrucksweise oft so kompliziert, dass sie nur mit MĂŒhe verstĂ€ndlich zu machen sind. Dies schafft die Notwendigkeit der Beratung durch einen fachlich versierten Anwalt oder Notar, der die Gesetzesvorgaben allgemeinverstĂ€ndlich erklĂ€rt. Als Mitglied des „Deutsche Vereinigung fĂŒr Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V.“, DVEV bildet Rechtsanwalt Kurt-Henning Meyer sich auf diesem Rechtsgebiet fortlaufend weiter.

Das Erbrecht dient der Erhaltung des Vermögens und damit auch in weitem Umfang dem volkswirtschaftlichen Interesse. Dabei gilt grundsÀtzlich die Privaterbfolge, d.h., der Staat hat bis auf die Ausnahme des Nichtvorhandenseins von Erben keinen Anteil an der direkten Erbschaft (wohl aber möglicherweise indirekt durch die Erbschaftssteuer !).

Zudem ergeben sich im Erbrecht oft Überschneidungen mit anderen Rechtsgebieten, die es zu berĂŒcksichtigen gilt. Zu nennen wĂ€re z.B. das Familienrecht, das Schuldrecht oder das Handelsrecht (bei Vererbung von Handelsunternehmen).

Das Erbrecht zeichnet sich durch strengen Formzwang aus und basiert auf zwei GrundsÀtzen:

  • Testierfreiheit: Die sog. "gewillkĂŒrte Erbfolge", d.h. die Bestimmung von Erben durch Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrages, geht der gesetzlich  geregelten Erbfolge vor. Die diesbezĂŒglichen Regelungen im BGB kommen also nur zur Anwendung, wenn keine VerfĂŒgung von Todes wegen vorliegt.

    Testierfreiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, daß der Erblasser jede  beliebige Person ohne Angabe von GrĂŒnden als Erben einsetzen (§ 1937 BGB) und die Verteilung und Verwaltung seines Vermögens festlegen kann.
  • Universalsukzession (Gesamtrechtsnachfolge): Das Vermögen des Erblassers  kann nur als Ganzes auf den oder die Erben ĂŒbergehen. Eine Rechtsnachfolge in einzelne VermögensstĂŒcke (Sonderrechtsnachfolge) ist bis auf wenige Ausnahmen (z.B. das landwirtschaftliche Erbrecht der Höfeordnung) nicht möglich.

Sehen Sie auch unter „Was wird mit meinem Erbe ?“

Zu diesem Themenkreis kann der Rechtsanwalt oder Notar vertrauensvoll beraten und Lösungen aufzeigen.

Doch nicht nur fĂŒr den Erblasser ist rechtzeitige Vorsorge wichtig. Auch der Erbe oder der Enterbte sind oftmals auf fachkundigen Rechtsrat angewiesen. Der Anwalt kann u.a. ĂŒber folgende Fragen aufklĂ€ren:

  • Erbfolge (gesetzlich oder gewillkĂŒrt ?)
  • Ehegattenerbrecht
  • Haftungsrisiken fĂŒr den / die Erben bei Annahme der Erbschaft
  • Ausschlagung der Erbschaft (fristgebunden !)
  • Erbschein
  • Testament
  • VermĂ€chtnis
  • Pflichtteil
  • Erbschaftssteuern

Durch eine rechtzeitige Beratung lassen sich so MißverstĂ€ndnisse aufklĂ€ren und Überraschungen vermeiden.

ZurĂŒck